Hyperhidrosis

Der Begriff Hyperhidrosis bezeichnet eine übermäßige Schweißproduktion. Es kommt zu einem vermehrten Schwitzen in den Achselhöhlen oder an Händen und Füßen.

Das Schwitzen ist eine normale Funktion des Körpers zur Regulierung seiner Temperatur. Ist diese Regulierung nicht optimal „eingestellt“, macht sich das Leiden durch verstärkte Schweißbildung bemerkbar, vor allem in den Achselhöhlen und/oder an Händen und Füssen auch ohne körperliche Anstrengung.


Therapie

Wir empfehlen Ihnen die Behandlung mit Botulinumtoxin A. Botulinumtoxin ist als Arzneimittel für die Therapie neurologischer Erkrankungen zugelassen. Wenn Sie sich für diese Anwendung entscheiden, stehen Ihnen unsere Beratung und unsere praktische Erfahrung mit diesem Präparat zur Seite.

Anwendungsgebiete

  • In den Achselhöhlen
  • An den Händen
  • An den Füssen


Wirkungsweise

Nach 2 bis 3 Tagen ist die Übertragung von Nervenimpulsen zu den Schweißdrüsen für etwa 3 bis 6 Monate blockiert. Die Schweißbildung ist dadurch vollständig unterdrückt. Danach ist wieder mit einer normalen Schweißbildung zu rechnen.

Ziel der Behandlung ist nicht, die Schweißbildung vollständig zu verhindern, sondern sie zu normalisieren. Das endgültige Ergebnis des Eingriffs lässt sich frühestens nach 6 Monaten abschätzen. Mit keiner der heute bekannten Methoden kann ausgeschlossen werden, dass es später erneut zu einer verstärkten Schweißbildung kommt.



Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich das verstärkte Schwitzen vermeiden?

Der Verzicht auf Koffein, Teein und Nikotin kann dazu beitragen, das Schwitzen zu normalisieren.


Wann wird eine Therapie empfohlen?

Wenn Sie bereits vergeblich versucht haben, auf Koffein, Teein und Nikotin zu verzichten sowie mit Deodorant und anderen Mitteln die Schweißbildung nicht ausreichend beeinflussen konnten.


Wie oft kann die Behandlung wiederholt werden?

Nach heutigem Kenntnisstand kann die Behandlung mit Botulinumtoxin A mehrfach wiederholt werden, ohne dass irgendwelche Langzeitschäden zu befürchten sind.